Bücher & Tee & Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch

Heya,

die letzten Wochen waren wirklich spannend. Ich hatte eine Menge Termine und Veranstaltungen (unter anderem war ich z.B. auf der Frankfurter Buchmesse) und fand es toll 😀 Ich war gern dabei. Wirklich. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich auch ziemlich froh, dass as alles jetzt vorbei ist. Auch wenn ich eine großartige Zeit hatte, war es wirklich anstrengend; für einen introvertierten Menschen wie mich wahrscheinlich auch noch einmal ganz besonders…

Eigentlich hatte ich gehofft, dass es in den nächsten Wochen weniger stressig sein wird, aber offenbar habe ich nicht bedacht, dass es schon in großen Schritten auf Weihnachten zu geht! Nur noch 20 Tage! Wie konnte das denn passieren!?

Darum bin ich so unglaublich dankbar für jede einzelne Minute, die ich zwischen den ganzen Terminen und Verpflichtungen ganz für mich allein habe.

Ich verbringe dann Zeit mit meiner Familie oder lese. In letzter Zeit habe ich mal wieder viel in Englisch gelesen, wie z.B. Turtles All The Way Down von John Green und Every Last Word von Tamara Ireland Stone. (Waren beide fantastisch!) Derzeit lese ich The Rosie Project von Graeme Simsion. Yep, ich weiß… Ich bin ein bisschen spät dran für den ganzen Hype um die Don Tillman-Bücher, der aufkam, als sie das erste Mal veröffentlicht wurden, aber vielleicht kennt ihr ja das Gefühl, wenn euch eine Geschichte interessiert, aber es scheint nicht der richtige Zeitpunkt zu sein, um sie lesen, denn da sind noch so viele andere Bücher, zu denen man sich gerade mehr hingezogen fühlt? Genau so geht es mir mit diesen Büchern. Und auch wenn ich sie „damals“ nicht gelesen habe, genieße ich es jetzt umso mehr 🙂 Ich bin derzeit auf Seite 149 und bin begeistert. Ein tolles Buch! Habt ihr es schon gelesen?

Außerdem habe ich viel geschrieben. Sogar auf meinem Blog. Und ich hatte so einen schönen Plan… Eigentlich wollte ich meinen nächsten Beitrag über Extraversion und Introversion schreiben und den darauf folgenden über meine Abenteuer auf der Buchmesse. Nach den beiden Beiträgen wollte ich euch die App „Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch“ vorstellen, gefolgt von einer Reihe anderer Ideen, die mir noch durch den Kopf schwirren 🙂 Wie gesagt: eigentlich. Denn so sehr ich es auch versucht habe, ich bin meine Schreibblockade nicht mehr losgeworden. Zumindest nicht langfristig. also habe ich drei verschiedene Themen angefangen und nichts davon fertig geschrieben. Ganz toll, Prokrastination! Ganz toll!

Aber jetzt sitze ich mit einer schönen Tasse Tee (Lady Grey mit Milch und Kandis) im Wohnzimmer und alles, was ich tue ist schreiben. Ha! Nimm das, Schreibblockade! (Ja, das war jetzt schlagfertig….) Ich habe mich letztlich dafür entscheiden, meine Pläne über den Haufen zu werfen und mein Comeback zu mehr Kreativität dadurch zu feiern, in dem ich den Vokabeltrainer vorstelle. Denn dazu habe ich gerade richtig Lust. Also schnappt euch einfach eine Tasse, macht es euch schön bequem und los geht’s 🙂 


Vielen Dank, Langenscheidt!

Ich habe das liebe Langenscheidt Team an ihrem Messestand auf der Frankfurter Buchmesse getroffen und habe dort interessante Gespräche führen können. Wir blieben danach in Kontakt und der Verlag bot mir an, die Vollversion der „Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch“ kostenlos zu testen. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt. Vielen lieben Dank dafür 🙂


Das Wichtigste zuerst

Langenscheidt bietet Vokabeltrainer in verschiedenen Sprachen an. Neben Englisch ist auch Französisch, Italienisch, Spanisch und Schwedisch verfügbar.

Mit dem Download der kostenlosen Version des „Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch“ erhält man die Möglichkeit, die App mit den Wörtern aus der Kategorie „Essen und Trinken“ zu testen.

Und wenn man fand, dass es hilfreich war und man Spaß beim Lernen hatte, kann man sich auch noch die Vollversion zulegen; diese beinhaltet 800 Wörter und Redewendungen aus acht Themengebieten sowie andere Funktionen wie z.B. Spiele zum interaktiven Lernen, eine Aufnahmefunktion oder auch die Möglichkeit eigene Wörter hinzuzufügen.

Die App ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar und richtet sich hauptsächlich an Anfänger und Wiedereinsteiger (CEFR level A1/A2 oder niedriger). Ich schließe mich der Empfehlung von Langenscheidt vollkommen an.

Noch ein kleiner Hinweis: Wenn du einer der glücklichen Besitzer des Sprachkurses „Langenscheidt IQ“ bist und im „Lern-Manager“ bereits registriert bist, kannst du die Vollversion kostenlos freischalten. 


Erster Eindruck

Als ich die App zum ersten Mal geöffnet habe (zu dem Zeitpunkt habe ich noch die kostenlose Version genutzt), sind mir zwei Gedanken durch den Kopf gegangen:

Mir gefallen die kleinen bunten Bilder wirklich gut, aber der Hintergrund ist für meinen Geschmack zu dunkel.

Eigentlich halte ich mich nicht für besonders oberflächlich, aber ich habe festgestellt, dass Farben und Bilder einen großen Einfluss darauf haben, wie nachhaltig ich lerne, da ich ein sehr visueller Lerner bin. Ich bevorzuge übersichtliche Strukturen und helle, freundliche Farben. Es tut mir leid, aber Schwarz erfüllt diese Kriterien wohl eher nicht 😉

Natürlich ist der Inhalt für mich aber deutlich wichtiger als das Aussehen. Und als ich im App Store zum ersten Mal die Beschreibung der App gelesen habe, habe ich mich riesig gefreut 😀 Mir ist dabei aber natürlich aufgefallen, dass sich Langenscheidt mit der App hauptsächlich an Anfänger richtet und ich vermutete bereits, dass mir die meisten Vokabeln schon vertraut sein werden. Dem ist auch so. Aber da in der Beschreibung auch von Funktionen wie z.B. „Meine Wörter“ die Rede war, mit der man die Möglichkeit erhält, eigene Wörter zum Vokabeltrainer hinzuzufügen (sogar inkl. Bild), dachte ich mir, dass die App möglicherweise doch auch etwas für Fortgeschrittene sein könnte.


Die kostenlose Version

Wie ich bereits erwähnte, erhält man nach dem Download einen limitierten Zugang, mit der man die Vokabeln der Kategorie „Essen und Trinken“ nutzen kann. Diese Weise ermöglicht es einem schon einmal mit der Funktionsweise des Vokabeltrainers vertraut zu werden und zwei der Spiele zu testen. So kann man schon einmal im Vorfeld herausfinden, ob die App zu den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen passt. Basierend auf den eigenen Erfahrungen kann man sich dann selbst entscheiden, ob man die neuen Inhalte durch (den einmaligen) Kauf freischalten möchte oder nicht.

Mit der kostenlosen Version kann man die Spiele „Match it!“ und „Buzzer“ testen.

 



Die Vollversion

Nach Freischaltung der anderen Inhalte stehen einem alle Funktionen der App zur Verfügung. Und wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die App für Anfänger und Wiedereinsteiger entwickelt wurde, denke ich, dass man mit 800 Wörtern und Redewendungen ein bisschen zu tut hat.

Mir gefällt auch der visuelle Ansatz so gut. Ich weiß, dass ich schrieb, ich würde den dunklen Hintergrund nicht mögen – und dem ist auch immer noch so 😉 -, vielmehr meinte ich jedoch die Verbindung von Wörtern und Bildern. Wenn man Wörter mit Gefühlen oder Bildern verbindet, kann man sich später besser an sie erinnern. Das ist einfach so; so funktioniert eben unser Gehirn. (Ich lese auch gerade so ein bisschen was zu dem Thema und komme vielleicht in einem späteren Beitrag noch einmal darauf zurück. Erinnert mich gern daran, falls euch das Thema ebenso sehr interessiert wie mich 🙂 )

Spiele

Ich habe alle Spiele ausprobiert, die der “Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch” zu bieten hat und bin ein großer Fan vom interaktiven Lernen, denn wenn man Spaß an einer Aufgabe hat, ist man auch motivierter dranzubleiben 🙂 Ich finde es großartig, dass Langenscheidt mit seiner App diesem Ansatz folgt.

„Letter Puzzle“, „Match it!“ und „Buzzer“ haben mir sehr gut gefallen und ich halte sie beim effizientem Lernen von Vokabeln auch für durchaus hilfreich (insbesondere aufgrund der eingebundenen Bilder). Es gibt allerdings auch Aspekte, die mir nicht gefallen. Ich gebe einfach mal einen Einblick:

In „Match it!“ kann man beispielsweise nur das passende Bild zum englischen Begriff suchen, der am unteren Rand der App erscheint. Da die Bilder aber nicht immer selbsterklärend sind, wäre es toll, wenn auch die deutsche Übersetzung mit aufgeführt werden würde.

Leider habe ich zu meinem Bedauern auch noch eine angespannte Beziehung zur „Wortliste“ und „Meinen Wörtern“ entwickelt.

Wortliste

Anstelle einer Listenansicht hätte ich mir für die Wortliste eher eine Ansicht mit klassischen Karteikarten gewünscht, denn meiner bescheidenen Meinung nach wäre dies ein übersichtlicherer und strukturierterer Weg die Wörter darzustellen, sodass es einfacher wäre, sie zu erfassen und zu lernen. Die Listenansicht erscheint mir etwas überfrachtet, auch wenn es toll ist, dass man sich Beispiele anzeigen lassen kann, die zeigen, wie das jeweilige Wort in einem Satz angewendet wird.

Ich hatte mich auch wahnsinnig auf die Aufnahmefunktion gefreut, aber damit scheint es irgendwie ein Problem zu geben, denn egal was ich versuche, es will auf meinem iPhone (iOs 11.2) leider einfach nicht funktionieren 🙁 Darüber bin ich wirklich schwer enttäuscht, denn ich finde die Idee toll, dass man sich die Wörter auch einmal in korrekter Aussprache (gesprochen von Muttersprachlern) anhören und nachsprechen kann.

Meine Wörter

Auch den Ansatz eine Möglichkeit zu bieten, eigene Wörter zum Vokabeltrainer hinzuzufügen, finde ich super. „Meine Wörter“ ist die Funktion, auf die ich mich am meisten gefreut habe, nachdem ich in der Beschreibung der App das erste Mal etwas darüber gelesen habe. Aber leider funktioniert sie nicht so, wie sie meiner Meinung nach funktionieren sollte. 

Wie ihr in der Galerie oben sehen könnt, bringt schon das Hinzufügen der Wörter einige Herausforderungen mit sich, denn es ist ziemlich schwer herauszukriegen, in welche Zeile der englische und in welche der deutsche Begriff eingegeben werden muss; die Zeilenbezeichnungen sind kaum lesbar, da muss man eben auch mal raten.

Außerdem ist es mir leider nicht gelungen, den Wörtern Bilder zuzuordnen. Egal was ich probiert habe, sei es, dass ich versucht habe, direkt ein Foto zu machen oder ob ich eines aus den Fotoalben auswählen wollte, die App ist jedes Mal abgestürzt. Die Funktion ist allerdings so entwickelt worden, dass die Wörter mit einem Bild verknüpft sein müssen, andernfalls sieht man in der Liste nur ein weißes Symbol auf gelben Grund. (Wie das genau aussieht kann man sich oben in der Galerie auch nochmal anschauen.)

Bevor man die selbst erstellten Wörter üben kann muss zunächst das entsprechende Bild geöffnet (vorausgesetzt es hat funktioniert, welche hinzuzufügen) und dann auf „Wort ansehen“ getippt werden. Daraufhin erscheint der englische Begriff sowie die deutsche Übersetzung.

Es wäre fantastisch, wenn man die selbst erstellten Wörter in den Spielen üben kann, aber das funktioniert bedauerlicherweise nicht. Sätze können leider auch nicht hinzugefügt werden, da sie zu lang sind.


Fazit

Ich denke, dass Langenscheidt eine schöne, interaktive App entwickelt hat, die auf die Bedürfnisse und Wünsche von Menschen eingeht, die gar keine oder nur geringe Vorkenntnisse im Englischen besitzen und welche gerade erste mit dem Lernen begonnen haben.

Die Spiele sind eine tolle Möglichkeit um Vokabeln auf spielerische Weise zu lernen und helfen dabei, motiviert dabei zu bleiben. Der visuelle Ansatz wiederum unterstützt dabei, Wörter schneller erinnern zu können. Mir gefällt das Konzept wirklich ausgesprochen gut 🙂

Das war auch der Grund warum ich gehofft hatte, dass die App vielleicht doch auch für Fortgeschrittene hilfreich sein könnte; insbesondere nachdem ich etwas über „Meine Wörter“ und die Aufnahmefunktion gelesen hatte. Leider hat sich herausgestellt, dass ich falsch lag.  Die grundsätzliche Idee dieser Funktionen ist wirklich gut, aber zu meinem großen Bedauern konnte mich die Umsetzung leider nicht völlig überzeugen, da sie nicht gut bzw. gar nicht funktionierten. Schade!

Und ich denke, das ist der Knackpunkt. Der Fokus der App liegt bei den Vokabeln die Langenscheidt selbst bereitstellt. (Was auch absolut nachvollziehbar ist.) „Meine Wörter“ ist nur ein zusätzlicher Service. Dennoch ist es im Appstore bei der Beschreibung der App aufgeführt, dass diese Funktionen nach dem Kauf der Vollversion (ca. 10.00 €) zur Verfügung stehen. Ich stelle es mir etwas frustrierend vor, wenn man die Vollversion erworben hat und sich dann herausstellt, dass man nicht alle Funktionen so genutzt wird, wie man es erwarten würde. (Insbesondere wenn man die App möglicherweise nur aufgrund einer speziellen Funktion gekauft hat.)

Tut mir leid, ich als eher ein fortgeschrittener Englischlernender (hach, immer noch schön das schreiben zu können :D) bin vermutlich schwer zufriedenzustellen 😀 Insbesondere, da ich schon viele verschiedene Apps, Software und Lernmethoden ausprobiert habe, um effektiv Vokabeln lernen zu können. (Mein Hang zu übermäßigem Perfektionismus hilft dabei wahrscheinlich auch nicht, oder? ;)) Aber auch wenn die App für mich leider nicht funktioniert, muss das nicht bedeuten, dass das auch auf euch zutreffen muss!

Versteht mich nicht falsch, mir gefällt die App, aber ich würde sie wirklich nur absoluten Anfängern empfehlen. Außerdem denke ich, dass bei der Entwicklung auch noch Raum zur Verbesserung ist 😉 Naja, seit dem letzten Update sind inzwischen zwei Jahre vergangen, da wird es ja eigentlich mal wieder Zeit für ein neues, nicht wahr? Schauen wir mal, vielleicht haben wir ja Glück 🙂


Wie lernt ihr Vokabeln? Schreibt mir gern, ich bin wirklich neugierig 🙂 Passt auf euch auf & liebe Grüße!

Wo ist Bär? von Jonathan Bentley

Theo ist unglücklich. Er muss in’s Bett gehen, aber er findet Bär nicht! Müde begibt er sich auf die Suche nach ihm. Überall! Hat er ihn im Badezimmer vergessen? Ist er womöglich unter den Tisch gefallen? Wo ist Bär? Kannst du ihn finden?


© CARLSEN
© CARLSEN

Bibliographische Daten

Titel: Wo ist Bär?
Autor: Jonathan Bentley
Illustrator: Jonathan Bentley
Übersetzerin: Constanze Steindamm
Verlag: CARLSEN, Hamburg
Erstveröffentlichung am: 01.09.2016
Seiten: 32 Seiten
Preis: € 12.99 (gebundene Ausgabe)
ISBN: 9783551518781
Sprache: Deutsch
Empfehlung: für Leser ab 3 Jahren / Sprachniveau A1
Ranking: 5.0 von 5.0
Das englische Original ist als gebundene Ausgabe am 01.02.2016 unter dem Titel „Where is Bear?“ im Verlag Little Hare Books erschienen.


Meine Meinung

Wo ist Bär? ist keine lange Geschichte, und auch nicht besonders spannend. Aber das muss sie auch nicht! Sie ist trotzdem unglaublich süß und so schön aus dem Leben gegriffen. Das Buch befasst sich mit einer Alltagssituation, die wohl jeder in seiner Kindheit schon einmal erlebt hat: Man muss in’s Bett, aber das Lieblingskuscheltier ist verschwunden.

Jonathan Bentley ist es erfolgreich gelungen, diese Situation in einem wunderbaren Bilerbuch umzusetzen; nicht nur in Worten, sondern auch in Bildern.

Ich liebe die Farben, die er für Wo ist Bär? Gewählt hat, denn sie schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Außerdem gefällt es mir, dass es Farben (blau, braun und grün) gibt, die sich durch das ganze Buch hindurchziehen und auf jeder Farbe zu finden sind.

Auch die Art und Weise, wie er Theo, den kleinen Jungen und Protagonisten der Geschichte, gemalt hat. Ist er nicht süß? Aber mir gefällt sein Zeichenstil im Allgemeinen ausgesprochen gut.


Fazit

Ich denke, dass es nur wenige Bilderbücher mit Text gibt, die Kindern wie Erwachsenen Spaß machen. Meiner Meinung nach ist Wo ist Bär? eine wunderbare Ausnahme; besonders aufgrund des unerwarteten Plots. Es gibt nicht einen einzigen Punkt, über den ich meckern könnte, deshalb vergebe ich verdientermaßen 5.0 Punkte


Liebe Enthusiasten der Deutschen Sprache

Das Buch bietet für Beginner eine wunderbare Möglichkeit, die eigenen Deutschkenntnisse zu verbessern. Wenn ihr so eure Probleme mit Präpositionen habt, dann probiert es einfach mal mit diesem Buch. Auf nahezu jeder Seite findet ihr eine Präposition, angewandt in einem kurzen Satz (fünf Wörter und weniger), untermalt mit eindeutigen Illustrationen.


Liebe Enthusiasten der Englischen Sprache

Die englische Originalausgabe könnte auch für Englischlernende ein angenehmer und einfacher Weg sein, um Präpositionen zu lernen. Allerdings scheint es, als ob das Buch über den Buchhandel leider nicht mehr erhältlich ist. Sehr schade! Aber falls ich euch neugierig darauf gemacht habe, könnt ihr ja versuchen, es in der Stadtteilbibliothek in eurer Nähe (oder der nächst größeren) auszuleihen. Alternativ könntet ihr es vielleicht auch gebrauch brauchen. (Hoffentlich auch zu einem annehmbaren Preis.)


Kleiner Panda Pai – Auf leisen Tatzen von Saskia Hula und Kerstin Schoene

Kurzbeschreibung

Oh nein, das zehnte Hasenkind ist verschwunden… Wie konnte es nur dazu kommen?! Während der kleine rote Panda Pai, der bereits befürchtete, dass das Wildtierparkdasein keine neuen Abenteuer für ihn bereithalten würde, noch über den mysteriösen Vermisstenfall grübelt, wittert seine Freundin Wanda bereits einen neuen Fall, den es schnellstmöglich zu lösen gilt! Doch selbst Ihr Detektivbüro leidet, in Anbetracht der großen Zahl an Zeugen, unter Personalmangel. Ohne zu zögern zieht das Waschbärmädchen mit der pinken Schleife im Haar Pai geradewegs in ihre Ermittlungen. Sie ernennt ihn sogar zum Privatdetektiv-Assistenten. Wie aufregend! Doch wird es Pai gelingen, den Fall zu lösen? Oder wird es ihm womöglich noch wie Anderson ergehen? (Yep. Ich spiele in einer Kinderbuchrezension auf „Sherlock“ an… #tutmirleid #aberichkonnteeinfachnnichtwiderstehen #nureinkleinwenignerdig 😅)


Kleiner Panda Pai - Auf leisen Tatzen - Saskia Hula. Kerstin Schoene.
© Loewe Verlag

Bibliographische Daten

Titel: Kleiner Panda Pai – Auf leisen Tatzen
Autorin: Saskia Hula
Illustratorin: Kerstin Schoene
Verlag: Loewe Verlag, Bindlach
Veröffentlichungsdatum: 16.01.2017
Seiten: 32 Seiten
Preis: € 12.95 (gebunden)
ISBN: 978-3-7855-8472-9
Sprache: Deutsch
Empfehlung: für Leser ab 3 Jahren / Sprachniveau A2/B1
Ranking: 3.75 von 5.0

 


Meine Meinung

Als ich Panda Pai das erste Mal entdeckte, habe ich mich sofort in die Illustrationen verliebt. Ich liebe die Art und Weise wie die Charaktere (und besonders deren Gesichtsausdrücke) dargestellt wurden. Beim Barte des Merlin, sind sie nicht süß? 😁

Der Zeichenstil kam mir seltsam vertraut vor, aber ich wusste nicht so wirklich warum. Also habe ich Kerstin Schoene’s Wesbite besucht und sah nach, für welche anderen Bücher sie ebenfalls Illustrationen angefertigt hat. Dazu zählten unter anderem „Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte“ und „Ein Haufen Freunde„, welche mir sehr gut gefallen haben.

Ihre Illustration für „Kleiner Panda Pai“ gefallen mir ebenfalls ausgesprochen gut, denn sie sind wieder so schön farbenfroh und fröhlich. Und ich meine, der Hauptcharakter ist ein roter Panda. Ich weiß, sie liegen gerade sehr im Trend. Aber mal ganz im Ernst: Man kann ihnen auch einfach nicht widerstehen, nicht wahr? 😀 Sie sind so unglaublich niedlich. Auch Kerstin Schoene’s Darstellungen von Waschbären und Erdmännchen zu widerstehen ist ziemlich schwierig 😉

An der Geschichte gefällt mir Saskia Hula’s Wortwahl am allerbesten. Ich finde, ihre Sätze klingen sehr melodisch und sie haben einfach etwas Besonderes an sich, doch manche Worte, die sie benutzt, wie beispielsweise geraunt oder dubios empfinde ich für ein dreijähriges Kind als unnötig schwer. Außerdem fehlte mir ein Spannungsbogen. Bei einer Detektivgeschichte habe ich einfach deutlich mehr Spannung erwartet. Man muss sich die Bilder nur ein klein wenig genauer anschauen, um bereits voraussagen zu können, wie die Geschichte ausgehen wird. Sehr schade! 😕


Fazit

Auch wenn mir die schönen Illustrationen und der Schreibstil der Autorin wirklich ausgesprochen gut gefallen haben, muss ich trotzdem 1.25 Punkte abziehen; 0.75 Punkte für die fehlende Spannung und 0.5 Punkte für die schwierige Sprachwahl.

Meiner unbedeutenden Meinung nach ist „Kleiner Panda Pai – Auf leisen Tatzen“ eine süße und lesenswerte Geschichte, aber leider konnte sie mich nicht gänzlich überzeugen. 


Liebe Enthusiasten der deutschen Sprache

Wenn mich jemand um eine Empfehlung für ein Buch bitten würde, das gut zum Erlernen der deutschen Sprache geeignet ist, wäre “Kleiner Panda Pai” nicht meine erste Wahl. 😶 Es werden im Text Wörter wie geraunt, verdrossen und dubios verwendet, die ich in einem normalen, alltäglichen Gespräch nie verwenden würde; egal, wie schön sie klingen.
Dadurch ist das Buch für Anfänger eher ungeeignet. Für Lernende auf einem Sprachniveau von A2/B1 könnte es jedoch eine unterhaltsame Herausforderung sein.


 

Fangirl von Rainbow Rowell

Kurzbeschreibung

„Auf ihrem Weg zu ihrem Kurs in amerikanischer Geschichte kam Cath sich vor, als würde sie die Rolle einer College-Studentin in einem Film über das Erwachsenwerden spielen.“ Seite 20.

Herbstsemester 2011. Für Cath und Wren Avery beginnt das erste Studienjahr an der University of Nebraska in Lincoln; und damit auch ein spannender, neuer Lebensabschnitt. Die Zwillinge könnten jedoch nicht unterschiedlicher damit umgehen. Während die extrovertierte Wren sich enthusiastisch in das neue Abenteuer stürzt, würde Cath, die ein unglaublicher Fan der „Simon Snow“-Romane ist,  am liebsten davor fliehen. Als Wren schließlich auch noch beschließt, dass sie sich im College kein Zimmer mit ihrer Schwester teilen wird, ist Cath fassungslos. Plötzlich ist sie ganz auf sich allein gestellt und sieht sich mit Situationen konfrontiert, denen sie sich nicht allein gewachsen fühlt. Wie soll es ihr bloß ohne Wren gelingen, sich in ihrem neuen, beängstigenden Studentenleben zurechtzufinden, deren Regeln sie nicht kennt? Wie viel einfacher es doch wäre, wenn Cath stattdessen in der Welt von Simon und Baz leben könnte. In einer Welt, in der sie sich wohlfühlt, die sie versteht, und die sie sogar nach ihren Vorstellungen umzuschreiben weiß…


© Carl Hanser Verlag
© Carl Hanser Verlag

Bibliographische Beschreibung

Titel: Fangirl
AutorinRainbow Rowell
Übersetzerin: Brigitte Jakobeit
Verlag: Carl Hanser Verlag, München
Veröffentlichungsdatum: 24.07.2017
Seiten: 480 Seiten
Preis: € 18.00 (gebundene Ausgabe)
ISBN: 978-3-446-25700-9
Sprache: Deutsch
Empfehlung ab : 13 Jahren / Sprachniveau B2/C1
Ranking: 4.75 von 5.0
Das englische Original ist als gebundene Ausgabe am 10. September 2013 unter dem Titel „Fangirl“ im Verlag St. Martin’s Griffin (St. Martin’s Press) erschienen


Meine Meinung

Fangirl hat mich wirklich begeistert! Ich habe es verschlungen. Innerhalb von drei Tagen hatte ich es durch. Da ich so gar nicht schnell lese, ist das ein echtes Gütesiegel 😉

Die Buch ist in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil umfasst das Herbstsemester 2011, der zweite das Frühjahrssemester 2012. Die Geschichte umfasst also das komplette, erste Studienjahr.

Cath führt den Leser als Protagonistin durch die Geschichte. Ich finde, dass sie ein ganz  wunderbarer Charakter ist, den ich schon von den ersten Seiten an in mein Herz geschlossen habe. Sie ist für mich eine liebenswerte Sympathieträgerin, mit der sich sicher viele Mädchen (und bestimmt auch Jungen) identifizieren können, die vielleicht so ihre Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten haben und deren Leben sich auch gerade an dem Wendepunkt zum Erwachsenwerden befindet. Oder auch 24-jährige Büchersüchtige, die noch immer nicht so wirklich herausgefunden haben, was es bedeutet, erwachsen zu sein 😉 (Und das vielleicht auch nie werden. #adulthoodisamyth) Auch die anderen Figuren gefallen mir außerordentlich gut, da sie einen authentisch Eindruck machen.

Außerdem finde ich es toll, wie harmonisch Cath’s Liebe zum „Simon Snow“-Universum mit der eigentlichen Geschichte verwebt wurde. Um die Anspielungen besser nachvollziehen zu können, wurden vor dem ersten Kapitel ein paar Hintergrundinformationen bereitgestellt und hübsch als Wikipedia-Eintrag verpackt. (Demzufolge handelt es sich bei „Simon Snow“ um eine Kinderbuchreihe von Gemma T. Leslie, welche zum weltweiten Bestseller wurde. Erschienen sind zu Beginn von „Fangirl“ bereits sieben Bände.) Es wird jedoch nicht nur inhaltlich Bezug genommen, sondern es wurden sogar ganze Textauszüge (im Verlauf der Geschichte) und Zitate (am Ende eines jeden Kapitels) mit eingebaut. Sehr gelungen! Dadurch konnte ich selbst ein bisschen mehr in den Simon Snow-Geschichten versinken.  Mir ist allerdings immer noch ein Rätsel, nach welchen Kriterien die Zitate aus der „Originalbuchreihe“ sowie aus den Fanfics angeordnet wurden. Das erschien mir doch oft stark durcheinandergewürfelt (mal aus dem einen Band, dann aus dem anderen und dann ein Auszug aus Cath’s Fanfiction), aber vielleicht bin ich auch einfach zu blöd, den größeren Zusammenhang zu sehen. (Was, zugegebenermaßen, nun auch nicht so unwahrscheinlich wäre :D) Was ich aber wirklich unglaublich cool fand, und nochmals einen hervorragender Beweis dafür liefert, wie gut es Rainbow Rowell gelungen ist, diese beiden Aspekte mit einander zu verknüpfen, ist der erste Satz in Cath’s Geschichte: „Ein Junge war in ihrem Zimmer.“ Seite 9. Dieser spielt nämlich auf den ersten Satz in „Simon Snow und der Erbe des Magiers“ an: „In Simons Zimmer war ein Junge.“ Seite 18. Das ist sogar mir aufgefallen 😉

Ich fand, das Tempo der Geschichte hat sich so schön gleichbleibend auf dem selben Niveau bewegt. Bis kurz vor dem Ende. Da ging für mein Empfinden alles plötzlich sehr schnell. Um nicht zu sagen: zu schnell. Das fand ich wirklich schade und führt auch zu 0.25 Punkten Abzug im Ranking. Ich hätte gern mehr Zeit gehabt, mich von den Charakteren zu „verabschieden“.

Ich lese übrigens derzeit das englische Original (Ja, direkt hinterher. Ja, ich bin ein bisschen verrückt.) und muss sagen, dass mich Brigitte Jakobeit als Übersetzerin wirklich überzeugt hat. Ich habe nicht das Gefühl, dass in der Übersetzung irgendetwas verloren ging. Außerdem gelingt es ihr ausgesprochen gut, den Schreibstil von Rainbow Rowell und die „Melodie“ der Geschichte zu treffen und in’s Deutsche zu übertragen. Auch das muss einmal lobend erwähnt werden 🙂


Fazit

Nachdem ich mir den Klappentext angesehen hatte, konnte ich der Versuchung, es zu lesen, einfach nicht widerstehen. (Auch das Cover hat mich direkt angesprochen. Sehr schön illustriert!) Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist ein zauberhaftes und ehrliches Buch. Und mit deutlich mehr Tiefgang als ich erwartet hatte. Unbedingt lesen! Und wer nach „Fangirl“ das Simon Snow Universium einfach noch nicht verlassen kann, für den habe ich aufmunternde Neuigkeiten: Unter dem Titel Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow“ (bzw. im Englischen „Carry on„) wurde ein Spin-of veröffentlicht, sodass ihr anschließend direkt weiterlesen könnt 😉 Also ich werde es zumindest. Und ich freue mich schon wahnsinnig darauf 😀


Liebe Enthusiasten der Deutschen Sprache

Sobald man ein mittleres Sprachniveau erreicht hat, wird es immer schwieriger für Bücher dahingehend eine Empfehlung auszusprechen. Wie viel man versteht hängt natürlich sehr stark von dem Vokabular ab, welches man bereits gelernt hat und das kann bei zwei Menschen, auch wenn sie prinzipiell auf dem selben Sprachniveau sind, doch sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Lesern, die bereits Bücher von John Green gelesen haben, kann ich dieses Buch jedoch sehr empfehlen. Es ist ähnlich anspruchsvoll. Ich denke, die Lektüre sollte mit B2/C1 ohne größere Probleme möglich sein.