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Bücher

Wo ist Bär? von Jonathan Bentley

Theo ist unglücklich. Er muss in’s Bett gehen, aber er findet Bär nicht! Müde begibt er sich auf die Suche nach ihm. Überall! Hat er ihn im Badezimmer vergessen? Ist er womöglich unter den Tisch gefallen? Wo ist Bär? Kannst du ihn finden?


© CARLSEN
© CARLSEN

Bibliographische Daten

Titel: Wo ist Bär?
Autor: Jonathan Bentley
Illustrator: Jonathan Bentley
Übersetzerin: Constanze Steindamm
Verlag: CARLSEN, Hamburg
Erstveröffentlichung am: 01.09.2016
Seiten: 32 Seiten
Preis: € 12.99 (gebundene Ausgabe)
ISBN: 9783551518781
Sprache: Deutsch
Empfehlung: für Leser ab 3 Jahren / Sprachniveau A1
Ranking: 5.0 von 5.0
Das englische Original ist als gebundene Ausgabe am 01.02.2016 unter dem Titel „Where is Bear?“ im Verlag Little Hare Books erschienen.


Meine Meinung

Wo ist Bär? ist keine lange Geschichte, und auch nicht besonders spannend. Aber das muss sie auch nicht! Sie ist trotzdem unglaublich süß und so schön aus dem Leben gegriffen. Das Buch befasst sich mit einer Alltagssituation, die wohl jeder in seiner Kindheit schon einmal erlebt hat: Man muss in’s Bett, aber das Lieblingskuscheltier ist verschwunden.

Jonathan Bentley ist es erfolgreich gelungen, diese Situation in einem wunderbaren Bilerbuch umzusetzen; nicht nur in Worten, sondern auch in Bildern.

Ich liebe die Farben, die er für Wo ist Bär? Gewählt hat, denn sie schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Außerdem gefällt es mir, dass es Farben (blau, braun und grün) gibt, die sich durch das ganze Buch hindurchziehen und auf jeder Farbe zu finden sind.

Auch die Art und Weise, wie er Theo, den kleinen Jungen und Protagonisten der Geschichte, gemalt hat. Ist er nicht süß? Aber mir gefällt sein Zeichenstil im Allgemeinen ausgesprochen gut.


Fazit

Ich denke, dass es nur wenige Bilderbücher mit Text gibt, die Kindern wie Erwachsenen Spaß machen. Meiner Meinung nach ist Wo ist Bär? eine wunderbare Ausnahme; besonders aufgrund des unerwarteten Plots. Es gibt nicht einen einzigen Punkt, über den ich meckern könnte, deshalb vergebe ich verdientermaßen 5.0 Punkte


Liebe Enthusiasten der Deutschen Sprache

Das Buch bietet für Beginner eine wunderbare Möglichkeit, die eigenen Deutschkenntnisse zu verbessern. Wenn ihr so eure Probleme mit Präpositionen habt, dann probiert es einfach mal mit diesem Buch. Auf nahezu jeder Seite findet ihr eine Präposition, angewandt in einem kurzen Satz (fünf Wörter und weniger), untermalt mit eindeutigen Illustrationen.


Liebe Enthusiasten der Englischen Sprache

Die englische Originalausgabe könnte auch für Englischlernende ein angenehmer und einfacher Weg sein, um Präpositionen zu lernen. Allerdings scheint es, als ob das Buch über den Buchhandel leider nicht mehr erhältlich ist. Sehr schade! Aber falls ich euch neugierig darauf gemacht habe, könnt ihr ja versuchen, es in der Stadtteilbibliothek in eurer Nähe (oder der nächst größeren) auszuleihen. Alternativ könntet ihr es vielleicht auch gebrauch brauchen. (Hoffentlich auch zu einem annehmbaren Preis.)


Kleiner Panda Pai – Auf leisen Tatzen von Saskia Hula und Kerstin Schoene

Kurzbeschreibung

Oh nein, das zehnte Hasenkind ist verschwunden… Wie konnte es nur dazu kommen?! Während der kleine rote Panda Pai, der bereits befürchtete, dass das Wildtierparkdasein keine neuen Abenteuer für ihn bereithalten würde, noch über den mysteriösen Vermisstenfall grübelt, wittert seine Freundin Wanda bereits einen neuen Fall, den es schnellstmöglich zu lösen gilt! Doch selbst Ihr Detektivbüro leidet, in Anbetracht der großen Zahl an Zeugen, unter Personalmangel. Ohne zu zögern zieht das Waschbärmädchen mit der pinken Schleife im Haar Pai geradewegs in ihre Ermittlungen. Sie ernennt ihn sogar zum Privatdetektiv-Assistenten. Wie aufregend! Doch wird es Pai gelingen, den Fall zu lösen? Oder wird es ihm womöglich noch wie Anderson ergehen? (Yep. Ich spiele in einer Kinderbuchrezension auf „Sherlock“ an… #tutmirleid #aberichkonnteeinfachnnichtwiderstehen #nureinkleinwenignerdig 😅)


Kleiner Panda Pai - Auf leisen Tatzen - Saskia Hula. Kerstin Schoene.
© Loewe Verlag

Bibliographische Daten

Titel: Kleiner Panda Pai – Auf leisen Tatzen
Autorin: Saskia Hula
Illustratorin: Kerstin Schoene
Verlag: Loewe Verlag, Bindlach
Veröffentlichungsdatum: 16.01.2017
Seiten: 32 Seiten
Preis: € 12.95 (gebunden)
ISBN: 978-3-7855-8472-9
Sprache: Deutsch
Empfehlung: für Leser ab 3 Jahren / Sprachniveau A2/B1
Ranking: 3.75 von 5.0

 


Meine Meinung

Als ich Panda Pai das erste Mal entdeckte, habe ich mich sofort in die Illustrationen verliebt. Ich liebe die Art und Weise wie die Charaktere (und besonders deren Gesichtsausdrücke) dargestellt wurden. Beim Barte des Merlin, sind sie nicht süß? 😁

Der Zeichenstil kam mir seltsam vertraut vor, aber ich wusste nicht so wirklich warum. Also habe ich Kerstin Schoene’s Wesbite besucht und sah nach, für welche anderen Bücher sie ebenfalls Illustrationen angefertigt hat. Dazu zählten unter anderem „Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte“ und „Ein Haufen Freunde„, welche mir sehr gut gefallen haben.

Ihre Illustration für „Kleiner Panda Pai“ gefallen mir ebenfalls ausgesprochen gut, denn sie sind wieder so schön farbenfroh und fröhlich. Und ich meine, der Hauptcharakter ist ein roter Panda. Ich weiß, sie liegen gerade sehr im Trend. Aber mal ganz im Ernst: Man kann ihnen auch einfach nicht widerstehen, nicht wahr? 😀 Sie sind so unglaublich niedlich. Auch Kerstin Schoene’s Darstellungen von Waschbären und Erdmännchen zu widerstehen ist ziemlich schwierig 😉

An der Geschichte gefällt mir Saskia Hula’s Wortwahl am allerbesten. Ich finde, ihre Sätze klingen sehr melodisch und sie haben einfach etwas Besonderes an sich, doch manche Worte, die sie benutzt, wie beispielsweise geraunt oder dubios empfinde ich für ein dreijähriges Kind als unnötig schwer. Außerdem fehlte mir ein Spannungsbogen. Bei einer Detektivgeschichte habe ich einfach deutlich mehr Spannung erwartet. Man muss sich die Bilder nur ein klein wenig genauer anschauen, um bereits voraussagen zu können, wie die Geschichte ausgehen wird. Sehr schade! 😕


Fazit

Auch wenn mir die schönen Illustrationen und der Schreibstil der Autorin wirklich ausgesprochen gut gefallen haben, muss ich trotzdem 1.25 Punkte abziehen; 0.75 Punkte für die fehlende Spannung und 0.5 Punkte für die schwierige Sprachwahl.

Meiner unbedeutenden Meinung nach ist „Kleiner Panda Pai – Auf leisen Tatzen“ eine süße und lesenswerte Geschichte, aber leider konnte sie mich nicht gänzlich überzeugen. 


Liebe Enthusiasten der deutschen Sprache

Wenn mich jemand um eine Empfehlung für ein Buch bitten würde, das gut zum Erlernen der deutschen Sprache geeignet ist, wäre “Kleiner Panda Pai” nicht meine erste Wahl. 😶 Es werden im Text Wörter wie geraunt, verdrossen und dubios verwendet, die ich in einem normalen, alltäglichen Gespräch nie verwenden würde; egal, wie schön sie klingen.
Dadurch ist das Buch für Anfänger eher ungeeignet. Für Lernende auf einem Sprachniveau von A2/B1 könnte es jedoch eine unterhaltsame Herausforderung sein.


 

Fangirl von Rainbow Rowell

Kurzbeschreibung

„Auf ihrem Weg zu ihrem Kurs in amerikanischer Geschichte kam Cath sich vor, als würde sie die Rolle einer College-Studentin in einem Film über das Erwachsenwerden spielen.“ Seite 20.

Herbstsemester 2011. Für Cath und Wren Avery beginnt das erste Studienjahr an der University of Nebraska in Lincoln; und damit auch ein spannender, neuer Lebensabschnitt. Die Zwillinge könnten jedoch nicht unterschiedlicher damit umgehen. Während die extrovertierte Wren sich enthusiastisch in das neue Abenteuer stürzt, würde Cath, die ein unglaublicher Fan der „Simon Snow“-Romane ist,  am liebsten davor fliehen. Als Wren schließlich auch noch beschließt, dass sie sich im College kein Zimmer mit ihrer Schwester teilen wird, ist Cath fassungslos. Plötzlich ist sie ganz auf sich allein gestellt und sieht sich mit Situationen konfrontiert, denen sie sich nicht allein gewachsen fühlt. Wie soll es ihr bloß ohne Wren gelingen, sich in ihrem neuen, beängstigenden Studentenleben zurechtzufinden, deren Regeln sie nicht kennt? Wie viel einfacher es doch wäre, wenn Cath stattdessen in der Welt von Simon und Baz leben könnte. In einer Welt, in der sie sich wohlfühlt, die sie versteht, und die sie sogar nach ihren Vorstellungen umzuschreiben weiß…


© Carl Hanser Verlag
© Carl Hanser Verlag

Bibliographische Beschreibung

Titel: Fangirl
AutorinRainbow Rowell
Übersetzerin: Brigitte Jakobeit
Verlag: Carl Hanser Verlag, München
Veröffentlichungsdatum: 24.07.2017
Seiten: 480 Seiten
Preis: € 18.00 (gebundene Ausgabe)
ISBN: 978-3-446-25700-9
Sprache: Deutsch
Empfehlung ab : 13 Jahren / Sprachniveau B2/C1
Ranking: 4.75 von 5.0
Das englische Original ist als gebundene Ausgabe am 10. September 2013 unter dem Titel „Fangirl“ im Verlag St. Martin’s Griffin (St. Martin’s Press) erschienen


Meine Meinung

Fangirl hat mich wirklich begeistert! Ich habe es verschlungen. Innerhalb von drei Tagen hatte ich es durch. Da ich so gar nicht schnell lese, ist das ein echtes Gütesiegel 😉

Die Buch ist in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil umfasst das Herbstsemester 2011, der zweite das Frühjahrssemester 2012. Die Geschichte umfasst also das komplette, erste Studienjahr.

Cath führt den Leser als Protagonistin durch die Geschichte. Ich finde, dass sie ein ganz  wunderbarer Charakter ist, den ich schon von den ersten Seiten an in mein Herz geschlossen habe. Sie ist für mich eine liebenswerte Sympathieträgerin, mit der sich sicher viele Mädchen (und bestimmt auch Jungen) identifizieren können, die vielleicht so ihre Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten haben und deren Leben sich auch gerade an dem Wendepunkt zum Erwachsenwerden befindet. Oder auch 24-jährige Büchersüchtige, die noch immer nicht so wirklich herausgefunden haben, was es bedeutet, erwachsen zu sein 😉 (Und das vielleicht auch nie werden. #adulthoodisamyth) Auch die anderen Figuren gefallen mir außerordentlich gut, da sie einen authentisch Eindruck machen.

Außerdem finde ich es toll, wie harmonisch Cath’s Liebe zum „Simon Snow“-Universum mit der eigentlichen Geschichte verwebt wurde. Um die Anspielungen besser nachvollziehen zu können, wurden vor dem ersten Kapitel ein paar Hintergrundinformationen bereitgestellt und hübsch als Wikipedia-Eintrag verpackt. (Demzufolge handelt es sich bei „Simon Snow“ um eine Kinderbuchreihe von Gemma T. Leslie, welche zum weltweiten Bestseller wurde. Erschienen sind zu Beginn von „Fangirl“ bereits sieben Bände.) Es wird jedoch nicht nur inhaltlich Bezug genommen, sondern es wurden sogar ganze Textauszüge (im Verlauf der Geschichte) und Zitate (am Ende eines jeden Kapitels) mit eingebaut. Sehr gelungen! Dadurch konnte ich selbst ein bisschen mehr in den Simon Snow-Geschichten versinken.  Mir ist allerdings immer noch ein Rätsel, nach welchen Kriterien die Zitate aus der „Originalbuchreihe“ sowie aus den Fanfics angeordnet wurden. Das erschien mir doch oft stark durcheinandergewürfelt (mal aus dem einen Band, dann aus dem anderen und dann ein Auszug aus Cath’s Fanfiction), aber vielleicht bin ich auch einfach zu blöd, den größeren Zusammenhang zu sehen. (Was, zugegebenermaßen, nun auch nicht so unwahrscheinlich wäre :D) Was ich aber wirklich unglaublich cool fand, und nochmals einen hervorragender Beweis dafür liefert, wie gut es Rainbow Rowell gelungen ist, diese beiden Aspekte mit einander zu verknüpfen, ist der erste Satz in Cath’s Geschichte: „Ein Junge war in ihrem Zimmer.“ Seite 9. Dieser spielt nämlich auf den ersten Satz in „Simon Snow und der Erbe des Magiers“ an: „In Simons Zimmer war ein Junge.“ Seite 18. Das ist sogar mir aufgefallen 😉

Ich fand, das Tempo der Geschichte hat sich so schön gleichbleibend auf dem selben Niveau bewegt. Bis kurz vor dem Ende. Da ging für mein Empfinden alles plötzlich sehr schnell. Um nicht zu sagen: zu schnell. Das fand ich wirklich schade und führt auch zu 0.25 Punkten Abzug im Ranking. Ich hätte gern mehr Zeit gehabt, mich von den Charakteren zu „verabschieden“.

Ich lese übrigens derzeit das englische Original (Ja, direkt hinterher. Ja, ich bin ein bisschen verrückt.) und muss sagen, dass mich Brigitte Jakobeit als Übersetzerin wirklich überzeugt hat. Ich habe nicht das Gefühl, dass in der Übersetzung irgendetwas verloren ging. Außerdem gelingt es ihr ausgesprochen gut, den Schreibstil von Rainbow Rowell und die „Melodie“ der Geschichte zu treffen und in’s Deutsche zu übertragen. Auch das muss einmal lobend erwähnt werden 🙂


Fazit

Nachdem ich mir den Klappentext angesehen hatte, konnte ich der Versuchung, es zu lesen, einfach nicht widerstehen. (Auch das Cover hat mich direkt angesprochen. Sehr schön illustriert!) Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist ein zauberhaftes und ehrliches Buch. Und mit deutlich mehr Tiefgang als ich erwartet hatte. Unbedingt lesen! Und wer nach „Fangirl“ das Simon Snow Universium einfach noch nicht verlassen kann, für den habe ich aufmunternde Neuigkeiten: Unter dem Titel Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow“ (bzw. im Englischen „Carry on„) wurde ein Spin-of veröffentlicht, sodass ihr anschließend direkt weiterlesen könnt 😉 Also ich werde es zumindest. Und ich freue mich schon wahnsinnig darauf 😀


Liebe Enthusiasten der Deutschen Sprache

Sobald man ein mittleres Sprachniveau erreicht hat, wird es immer schwieriger für Bücher dahingehend eine Empfehlung auszusprechen. Wie viel man versteht hängt natürlich sehr stark von dem Vokabular ab, welches man bereits gelernt hat und das kann bei zwei Menschen, auch wenn sie prinzipiell auf dem selben Sprachniveau sind, doch sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Lesern, die bereits Bücher von John Green gelesen haben, kann ich dieses Buch jedoch sehr empfehlen. Es ist ähnlich anspruchsvoll. Ich denke, die Lektüre sollte mit B2/C1 ohne größere Probleme möglich sein.