Bücher & Tee & Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch

Heya,

die letzten Wochen waren wirklich spannend. Ich hatte eine Menge Termine und Veranstaltungen (unter anderem war ich z.B. auf der Frankfurter Buchmesse) und fand es toll 😀 Ich war gern dabei. Wirklich. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich auch ziemlich froh, dass as alles jetzt vorbei ist. Auch wenn ich eine großartige Zeit hatte, war es wirklich anstrengend; für einen introvertierten Menschen wie mich wahrscheinlich auch noch einmal ganz besonders…

Eigentlich hatte ich gehofft, dass es in den nächsten Wochen weniger stressig sein wird, aber offenbar habe ich nicht bedacht, dass es schon in großen Schritten auf Weihnachten zu geht! Nur noch 20 Tage! Wie konnte das denn passieren!?

Darum bin ich so unglaublich dankbar für jede einzelne Minute, die ich zwischen den ganzen Terminen und Verpflichtungen ganz für mich allein habe.

Ich verbringe dann Zeit mit meiner Familie oder lese. In letzter Zeit habe ich mal wieder viel in Englisch gelesen, wie z.B. Turtles All The Way Down von John Green und Every Last Word von Tamara Ireland Stone. (Waren beide fantastisch!) Derzeit lese ich The Rosie Project von Graeme Simsion. Yep, ich weiß… Ich bin ein bisschen spät dran für den ganzen Hype um die Don Tillman-Bücher, der aufkam, als sie das erste Mal veröffentlicht wurden, aber vielleicht kennt ihr ja das Gefühl, wenn euch eine Geschichte interessiert, aber es scheint nicht der richtige Zeitpunkt zu sein, um sie lesen, denn da sind noch so viele andere Bücher, zu denen man sich gerade mehr hingezogen fühlt? Genau so geht es mir mit diesen Büchern. Und auch wenn ich sie „damals“ nicht gelesen habe, genieße ich es jetzt umso mehr 🙂 Ich bin derzeit auf Seite 149 und bin begeistert. Ein tolles Buch! Habt ihr es schon gelesen?

Außerdem habe ich viel geschrieben. Sogar auf meinem Blog. Und ich hatte so einen schönen Plan… Eigentlich wollte ich meinen nächsten Beitrag über Extraversion und Introversion schreiben und den darauf folgenden über meine Abenteuer auf der Buchmesse. Nach den beiden Beiträgen wollte ich euch die App „Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch“ vorstellen, gefolgt von einer Reihe anderer Ideen, die mir noch durch den Kopf schwirren 🙂 Wie gesagt: eigentlich. Denn so sehr ich es auch versucht habe, ich bin meine Schreibblockade nicht mehr losgeworden. Zumindest nicht langfristig. also habe ich drei verschiedene Themen angefangen und nichts davon fertig geschrieben. Ganz toll, Prokrastination! Ganz toll!

Aber jetzt sitze ich mit einer schönen Tasse Tee (Lady Grey mit Milch und Kandis) im Wohnzimmer und alles, was ich tue ist schreiben. Ha! Nimm das, Schreibblockade! (Ja, das war jetzt schlagfertig….) Ich habe mich letztlich dafür entscheiden, meine Pläne über den Haufen zu werfen und mein Comeback zu mehr Kreativität dadurch zu feiern, in dem ich den Vokabeltrainer vorstelle. Denn dazu habe ich gerade richtig Lust. Also schnappt euch einfach eine Tasse, macht es euch schön bequem und los geht’s 🙂 


Vielen Dank, Langenscheidt!

Ich habe das liebe Langenscheidt Team an ihrem Messestand auf der Frankfurter Buchmesse getroffen und habe dort interessante Gespräche führen können. Wir blieben danach in Kontakt und der Verlag bot mir an, die Vollversion der „Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch“ kostenlos zu testen. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt. Vielen lieben Dank dafür 🙂


Das Wichtigste zuerst

Langenscheidt bietet Vokabeltrainer in verschiedenen Sprachen an. Neben Englisch ist auch Französisch, Italienisch, Spanisch und Schwedisch verfügbar.

Mit dem Download der kostenlosen Version des „Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch“ erhält man die Möglichkeit, die App mit den Wörtern aus der Kategorie „Essen und Trinken“ zu testen.

Und wenn man fand, dass es hilfreich war und man Spaß beim Lernen hatte, kann man sich auch noch die Vollversion zulegen; diese beinhaltet 800 Wörter und Redewendungen aus acht Themengebieten sowie andere Funktionen wie z.B. Spiele zum interaktiven Lernen, eine Aufnahmefunktion oder auch die Möglichkeit eigene Wörter hinzuzufügen.

Die App ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar und richtet sich hauptsächlich an Anfänger und Wiedereinsteiger (CEFR level A1/A2 oder niedriger). Ich schließe mich der Empfehlung von Langenscheidt vollkommen an.

Noch ein kleiner Hinweis: Wenn du einer der glücklichen Besitzer des Sprachkurses „Langenscheidt IQ“ bist und im „Lern-Manager“ bereits registriert bist, kannst du die Vollversion kostenlos freischalten. 


Erster Eindruck

Als ich die App zum ersten Mal geöffnet habe (zu dem Zeitpunkt habe ich noch die kostenlose Version genutzt), sind mir zwei Gedanken durch den Kopf gegangen:

Mir gefallen die kleinen bunten Bilder wirklich gut, aber der Hintergrund ist für meinen Geschmack zu dunkel.

Eigentlich halte ich mich nicht für besonders oberflächlich, aber ich habe festgestellt, dass Farben und Bilder einen großen Einfluss darauf haben, wie nachhaltig ich lerne, da ich ein sehr visueller Lerner bin. Ich bevorzuge übersichtliche Strukturen und helle, freundliche Farben. Es tut mir leid, aber Schwarz erfüllt diese Kriterien wohl eher nicht 😉

Natürlich ist der Inhalt für mich aber deutlich wichtiger als das Aussehen. Und als ich im App Store zum ersten Mal die Beschreibung der App gelesen habe, habe ich mich riesig gefreut 😀 Mir ist dabei aber natürlich aufgefallen, dass sich Langenscheidt mit der App hauptsächlich an Anfänger richtet und ich vermutete bereits, dass mir die meisten Vokabeln schon vertraut sein werden. Dem ist auch so. Aber da in der Beschreibung auch von Funktionen wie z.B. „Meine Wörter“ die Rede war, mit der man die Möglichkeit erhält, eigene Wörter zum Vokabeltrainer hinzuzufügen (sogar inkl. Bild), dachte ich mir, dass die App möglicherweise doch auch etwas für Fortgeschrittene sein könnte.


Die kostenlose Version

Wie ich bereits erwähnte, erhält man nach dem Download einen limitierten Zugang, mit der man die Vokabeln der Kategorie „Essen und Trinken“ nutzen kann. Diese Weise ermöglicht es einem schon einmal mit der Funktionsweise des Vokabeltrainers vertraut zu werden und zwei der Spiele zu testen. So kann man schon einmal im Vorfeld herausfinden, ob die App zu den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen passt. Basierend auf den eigenen Erfahrungen kann man sich dann selbst entscheiden, ob man die neuen Inhalte durch (den einmaligen) Kauf freischalten möchte oder nicht.

Mit der kostenlosen Version kann man die Spiele „Match it!“ und „Buzzer“ testen.

 



Die Vollversion

Nach Freischaltung der anderen Inhalte stehen einem alle Funktionen der App zur Verfügung. Und wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die App für Anfänger und Wiedereinsteiger entwickelt wurde, denke ich, dass man mit 800 Wörtern und Redewendungen ein bisschen zu tut hat.

Mir gefällt auch der visuelle Ansatz so gut. Ich weiß, dass ich schrieb, ich würde den dunklen Hintergrund nicht mögen – und dem ist auch immer noch so 😉 -, vielmehr meinte ich jedoch die Verbindung von Wörtern und Bildern. Wenn man Wörter mit Gefühlen oder Bildern verbindet, kann man sich später besser an sie erinnern. Das ist einfach so; so funktioniert eben unser Gehirn. (Ich lese auch gerade so ein bisschen was zu dem Thema und komme vielleicht in einem späteren Beitrag noch einmal darauf zurück. Erinnert mich gern daran, falls euch das Thema ebenso sehr interessiert wie mich 🙂 )

Spiele

Ich habe alle Spiele ausprobiert, die der “Langenscheidt IQ Vokabeltrainer Englisch” zu bieten hat und bin ein großer Fan vom interaktiven Lernen, denn wenn man Spaß an einer Aufgabe hat, ist man auch motivierter dranzubleiben 🙂 Ich finde es großartig, dass Langenscheidt mit seiner App diesem Ansatz folgt.

„Letter Puzzle“, „Match it!“ und „Buzzer“ haben mir sehr gut gefallen und ich halte sie beim effizientem Lernen von Vokabeln auch für durchaus hilfreich (insbesondere aufgrund der eingebundenen Bilder). Es gibt allerdings auch Aspekte, die mir nicht gefallen. Ich gebe einfach mal einen Einblick:

In „Match it!“ kann man beispielsweise nur das passende Bild zum englischen Begriff suchen, der am unteren Rand der App erscheint. Da die Bilder aber nicht immer selbsterklärend sind, wäre es toll, wenn auch die deutsche Übersetzung mit aufgeführt werden würde.

Leider habe ich zu meinem Bedauern auch noch eine angespannte Beziehung zur „Wortliste“ und „Meinen Wörtern“ entwickelt.

Wortliste

Anstelle einer Listenansicht hätte ich mir für die Wortliste eher eine Ansicht mit klassischen Karteikarten gewünscht, denn meiner bescheidenen Meinung nach wäre dies ein übersichtlicherer und strukturierterer Weg die Wörter darzustellen, sodass es einfacher wäre, sie zu erfassen und zu lernen. Die Listenansicht erscheint mir etwas überfrachtet, auch wenn es toll ist, dass man sich Beispiele anzeigen lassen kann, die zeigen, wie das jeweilige Wort in einem Satz angewendet wird.

Ich hatte mich auch wahnsinnig auf die Aufnahmefunktion gefreut, aber damit scheint es irgendwie ein Problem zu geben, denn egal was ich versuche, es will auf meinem iPhone (iOs 11.2) leider einfach nicht funktionieren 🙁 Darüber bin ich wirklich schwer enttäuscht, denn ich finde die Idee toll, dass man sich die Wörter auch einmal in korrekter Aussprache (gesprochen von Muttersprachlern) anhören und nachsprechen kann.

Meine Wörter

Auch den Ansatz eine Möglichkeit zu bieten, eigene Wörter zum Vokabeltrainer hinzuzufügen, finde ich super. „Meine Wörter“ ist die Funktion, auf die ich mich am meisten gefreut habe, nachdem ich in der Beschreibung der App das erste Mal etwas darüber gelesen habe. Aber leider funktioniert sie nicht so, wie sie meiner Meinung nach funktionieren sollte. 

Wie ihr in der Galerie oben sehen könnt, bringt schon das Hinzufügen der Wörter einige Herausforderungen mit sich, denn es ist ziemlich schwer herauszukriegen, in welche Zeile der englische und in welche der deutsche Begriff eingegeben werden muss; die Zeilenbezeichnungen sind kaum lesbar, da muss man eben auch mal raten.

Außerdem ist es mir leider nicht gelungen, den Wörtern Bilder zuzuordnen. Egal was ich probiert habe, sei es, dass ich versucht habe, direkt ein Foto zu machen oder ob ich eines aus den Fotoalben auswählen wollte, die App ist jedes Mal abgestürzt. Die Funktion ist allerdings so entwickelt worden, dass die Wörter mit einem Bild verknüpft sein müssen, andernfalls sieht man in der Liste nur ein weißes Symbol auf gelben Grund. (Wie das genau aussieht kann man sich oben in der Galerie auch nochmal anschauen.)

Bevor man die selbst erstellten Wörter üben kann muss zunächst das entsprechende Bild geöffnet (vorausgesetzt es hat funktioniert, welche hinzuzufügen) und dann auf „Wort ansehen“ getippt werden. Daraufhin erscheint der englische Begriff sowie die deutsche Übersetzung.

Es wäre fantastisch, wenn man die selbst erstellten Wörter in den Spielen üben kann, aber das funktioniert bedauerlicherweise nicht. Sätze können leider auch nicht hinzugefügt werden, da sie zu lang sind.


Fazit

Ich denke, dass Langenscheidt eine schöne, interaktive App entwickelt hat, die auf die Bedürfnisse und Wünsche von Menschen eingeht, die gar keine oder nur geringe Vorkenntnisse im Englischen besitzen und welche gerade erste mit dem Lernen begonnen haben.

Die Spiele sind eine tolle Möglichkeit um Vokabeln auf spielerische Weise zu lernen und helfen dabei, motiviert dabei zu bleiben. Der visuelle Ansatz wiederum unterstützt dabei, Wörter schneller erinnern zu können. Mir gefällt das Konzept wirklich ausgesprochen gut 🙂

Das war auch der Grund warum ich gehofft hatte, dass die App vielleicht doch auch für Fortgeschrittene hilfreich sein könnte; insbesondere nachdem ich etwas über „Meine Wörter“ und die Aufnahmefunktion gelesen hatte. Leider hat sich herausgestellt, dass ich falsch lag.  Die grundsätzliche Idee dieser Funktionen ist wirklich gut, aber zu meinem großen Bedauern konnte mich die Umsetzung leider nicht völlig überzeugen, da sie nicht gut bzw. gar nicht funktionierten. Schade!

Und ich denke, das ist der Knackpunkt. Der Fokus der App liegt bei den Vokabeln die Langenscheidt selbst bereitstellt. (Was auch absolut nachvollziehbar ist.) „Meine Wörter“ ist nur ein zusätzlicher Service. Dennoch ist es im Appstore bei der Beschreibung der App aufgeführt, dass diese Funktionen nach dem Kauf der Vollversion (ca. 10.00 €) zur Verfügung stehen. Ich stelle es mir etwas frustrierend vor, wenn man die Vollversion erworben hat und sich dann herausstellt, dass man nicht alle Funktionen so genutzt wird, wie man es erwarten würde. (Insbesondere wenn man die App möglicherweise nur aufgrund einer speziellen Funktion gekauft hat.)

Tut mir leid, ich als eher ein fortgeschrittener Englischlernender (hach, immer noch schön das schreiben zu können :D) bin vermutlich schwer zufriedenzustellen 😀 Insbesondere, da ich schon viele verschiedene Apps, Software und Lernmethoden ausprobiert habe, um effektiv Vokabeln lernen zu können. (Mein Hang zu übermäßigem Perfektionismus hilft dabei wahrscheinlich auch nicht, oder? ;)) Aber auch wenn die App für mich leider nicht funktioniert, muss das nicht bedeuten, dass das auch auf euch zutreffen muss!

Versteht mich nicht falsch, mir gefällt die App, aber ich würde sie wirklich nur absoluten Anfängern empfehlen. Außerdem denke ich, dass bei der Entwicklung auch noch Raum zur Verbesserung ist 😉 Naja, seit dem letzten Update sind inzwischen zwei Jahre vergangen, da wird es ja eigentlich mal wieder Zeit für ein neues, nicht wahr? Schauen wir mal, vielleicht haben wir ja Glück 🙂


Wie lernt ihr Vokabeln? Schreibt mir gern, ich bin wirklich neugierig 🙂 Passt auf euch auf & liebe Grüße!

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